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Sketchnotes und visuelle Notizen lernen: Die besten deutschen Videokurse

2026.07.31
Sketchnotes und visuelle Notizen lernen im Online-Zeichenkurs-Vergleich: Skizzenblock mit Handschrift und Symbolen auf Holztisch

Drei Kästchen zeichne ich, ein Pfeil dazwischen, ein Kreis ums Ergebnis – und im Meeting muss niemand nachfragen, was als Nächstes kommt. Genau das ist der Punkt bei Sketchnotes: visuelle Notizen, die schneller erklären als ein ganzer Satz. Zwischen einem strengen Kursaufbau mit festem Wochenplan und einem Impulsformat ohne Vorgaben liegt beim Zeichnenlernen ein großer Unterschied, und dieser Zeichenkurs-Vergleich soll zeigen, welcher Weg zu welchem Problem passt – nicht welcher grundsätzlich "besser" ist.

Transparenz vorab: Dieser Text enthält Affiliate-Links. Kaufst du über einen davon einen Kurs, bekomme ich eine Provision, ohne dass es für dich teurer wird. Getestet habe ich ausschließlich Kurse, die ich selbst abonniert und über längere Zeit benutzt habe – weg von der englischsprachigen Skillshare-Flut, die mich mehr abgelenkt als fokussiert hat.

Kein Curriculum ersetzt den ersten Strich

Analog zeichnen heißt für mich vor allem: Fehler passieren auf Papier, nicht im Undo-Verlauf. Bevor ich überhaupt einen Kurs abonniert habe, hingen bei mir gefühlt zwanzig YouTube-Tabs offen. Das Muster war immer gleich: nach zehn Minuten ist das Tutorial vorbei, ohne dass eine Übungsaufgabe folgt, und am nächsten Abend hat sich nichts eingeprägt. Kein Aufbau, keine Wiederholung, keine Kontrolle, ob der Strich überhaupt saß.

Der Zeichnen Lernen Kurs war deshalb der erste, den ich wirklich durchgezogen habe – seit 6,5 Jahren am Markt, was für ein digitales Lernprodukt eine erstaunlich lange Zeit ist. Wer wie ich jahrelang nur mit dem Apple Pencil auf Glas gearbeitet hat, merkt hier schnell, wie viel Reibung echtes Papier hat, die man erst neu kalibrieren muss.

Welches Material der Kurs voraussetzt, ist überschaubar: ein HB für lockere Linien, ein 2B für Kontraste, ein 4B für dunkle Schatten, dazu ein Radiergummi, der nicht schmiert. Mehr braucht der Einstieg nicht, auch wenn ich Material und Kaufempfehlungen an anderer Stelle ausführlicher durchgehe.

Schraffur und Kreuzschraffur streift der Kurs nebenbei, aber wie man Schattierung wirklich sauber aufbaut, ist ein Thema, das einen eigenen Vergleich verdient und den ich andernorts geschrieben habe.

Analog zeichnen lernen für Sketchnotes: Hand zeichnet einfache Grundformen in ein Skizzenbuch

Mein Zeichenplatz ist kein Atelier, sondern der Tisch am Fenster zur Straße, an dem sonst auch die Rechnungen liegen. Sobald es früh dunkel wird, hilft eine Lampe direkt über dem Block – ohne sie sehe ich Bleistiftlinien um acht Uhr abends kaum noch.

Zeichenkurs-Vergleich: Struktur oder Impuls?

Menschen zeichnen zu können, ist eine andere Hürde als Grundformen zu üben. Auf Papier wurde bei mir aus jeder Person zuverlässig ein Rechteck mit Strichen dran, bis ich mir das 12-Wochen-Curriculum vom Menschen Zeichnen Masterkurs vorgenommen habe – kein Kurs für zwischendurch, sondern eine systematische Zerlegung der menschlichen Form von Kopf bis Haltung.

Proportionen sind ein Thema, das ich an anderer Stelle vollständig durchdekliniere; hier reicht der Hinweis, dass der Masterkurs genau dort ansetzt, wo eine Figur sonst kippt oder ein Kopf zu groß gerät. Auch bewegte Posen und Gestenzeichnen tauchen im Curriculum auf, aber als eigenes Thema bespreche ich das lieber separat, weil es einen ganz eigenen Übungsrhythmus braucht. Perspektive wird ebenfalls gestreift, ohne dass der Kurs sie komplett herleitet – dafür gibt es einen eigenen Vergleichsartikel von mir.

Peer, ein Kollege, mit dem ich seit einem gemeinsamen Projekt gelegentlich als Tandem arbeite, hält von bezahlten Online-Kursen grundsätzlich wenig – seiner Meinung nach reicht ein Skizzenbuch und Ausprobieren. Bei einem linearen 12-Wochen-Aufbau mit klarer Progression widerspreche ich ihm: genau diese Struktur bringt schneller sichtbaren Fortschritt als das bloße Anschauen unstrukturierter Clips, auch wenn man die Disziplin für die volle Distanz aufbringen muss.

Wie ein Online-Zeichenkurs didaktisch aufgebaut sein sollte, ist überhaupt ein Thema für sich, das ich in einem separaten Vergleich seziert habe. Genauso die Formatfrage: Video, Live-Mentoring oder App entscheiden oft mehr über den Erfolg als der Inhalt selbst, auch das würde hier zu weit führen.

Falls dir zwölf Wochen zu lang sind und du eher wenig Zeit hast, lohnt sich ein Blick auf meinen Artikel über schnelle Skizzen im Alltag, der genau für diesen Fall gedacht ist.

Zeichenkurs-Vergleich am Laptop: Kursplan für Proportionen neben einem Skizzenbuch für visuelle Notizen

Was passiert, wenn Farbe dazukommt?

Der Skizzen Video-Kurs ist das genaue Gegenteil vom Masterkurs: kein Curriculum, sondern einzelne Impulse. Für den Moment, in dem die Angst vor dem leeren Canvas größer ist als der Wille zu üben, funktioniert das gut. Der Earnings-pro-Warenkorbbesuch liegt bei etwa 3,24 USD – ein Wert, der zeigt, dass der Kurs genau den Nerv trifft, wer einfach nur "machen" will, ohne gleich ein ganzes Studium anzufangen. Icons und Symbole, wie man sie für Sketchnotes im Meeting-Alltag wirklich braucht, deckt dieser Kurs am direktesten ab. Für das eigentliche Anatomie-Problem, wegen dem ich überhaupt umgestiegen bin, taugen die einzelnen Impulse dagegen wenig – ohne Aufbau bleibt man bei Gesichtern und Haltung stecken.

Farbe kam bei mir über den Aquarell Online Kurs dazu, primär um Notizen nicht nur schwarzweiß zu halten. Die Refundrate von 0,59 % ist die niedrigste der ganzen Auswahl, was für eine hohe Zufriedenheit spricht, auch wenn Aquarell eine eigene Baustelle mit zusätzlichem Materialaufwand ist – Papier, Pinsel, Pigmente kommen zum Bleistift dazu.

Kontrolle über den Pinsel ist ein anderes Handwerk als Kontrolle über den Bleistift, und wie viel Präzision man beim Aquarellieren wirklich braucht, bespreche ich andernorts genauer. Farbmischung und Farbenlehre gehören eigentlich auch in dieses Kapitel, aber das würde diesen Vergleich sprengen.

Eine Leserin namens Nadja Osterberg hat mir nach meinem Aquarell-Vergleich geschrieben – Ingenieurin, jahrelang nur am CAD-Rechner, ähnliche Ausgangslage wie ich. Sie hatte vorher einen anderen Kurs abgebrochen, weil die Rückgabebedingungen unklar waren, und genau deshalb schaue ich bei jedem Kurs inzwischen zuerst auf Refundrate und Laufzeit, bevor ich über Inhalte rede. Wie sich der Preis pro Lektion am Ende wirklich rechnet, ist eine eigene Rechnung, die ich an anderer Stelle aufgemacht habe. Fortschritt objektiv zu messen, ohne sich etwas vorzumachen, ist ebenfalls ein eigenes Thema für sich.

Den passenden Kurs für den eigenen Alltag wählen

Der Transfer zwischen Papier und Tablet ist ein Kapitel, das andere Designkolleginnen wahrscheinlich mehr braucht als mich gerade, weil ich bewusst beim Analogen bleibe, aber es ist eine eigene Betrachtung wert. Komposition setze ich in Sketchnotes vor allem als Seitenlayout ein, damit eine Notiz auch dann noch lesbar bleibt, wenn ich sie im Meeting nicht mehr umbauen kann.

Für Einsteigerinnen, die sich unsicher fühlen, bleibt der Basis-Kurs der naheliegende Startpunkt. Für den schnellen Transfer in den Arbeitsalltag ist der Skizzen Video-Kurs die pragmatischere Wahl. Wer die menschliche Form wirklich beherrschen will, kommt an den zwölf Wochen im Masterkurs kaum vorbei – das ist eine Investition, die kein Figma-Plugin ersetzt.

Wie oft man wirklich üben sollte, um dranzubleiben, hängt eng mit dem eigenen Feierabend-Kalender zusammen – auch das ist ein eigenes Thema, das ich separat behandle. Wähle den Impulskurs, wenn dir zehn Minuten zwischen zwei Calls reichen sollen. Wähle den Masterkurs, wenn du bereit bist, über einen längeren Zeitraum an einer einzigen Fähigkeit zu bleiben, statt zwischen Themen zu springen.

Meine Einordnung: welcher Kurs wofür

Sketchnotes lernen wird am deutlichsten dort sichtbar, wo man es nicht erwartet: im letzten Workshop habe ich zum ersten Mal seit Jahren wieder live am Flipchart mitgezeichnet, statt nur Post-its zu kleben. Der Unterschied zwischen Zusehen und Mitdenken war sofort spürbar.

Falls dich die Sprachbarriere bei englischen Plattformen genauso ausgebremst hat wie mich, findet sich die lange Version davon in meinem Text über den Wechsel von Skillshare zu deutschen Kursen.

Entscheidend bei Sketchnotes ist nicht die schönste Linie, sondern ob die Notiz im nächsten Meeting sofort verständlich ist. Wer jetzt anfangen will, sollte sich für einen der vier Kurse entscheiden, statt weiter zwischen Tutorials zu springen – jede Option deckt einen anderen Startpunkt ab, und der Unterschied ist schneller da, als das leere erste Blatt vermuten lässt.